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Traumdeutung

Traumdeutung


Man sagt „Träume sind Schäume“, ich würde sagen, ganz im Gegenteil. Beim Traum handelt es sich um Bilder und Szenen, die sich in unserem Kopf abspielen, um mit den Geschehnissen des Tages abzuschließen und diese im Unterbewusstsein zu verarbeiten. Aus biologischer Sicht finden Träume – meist mehrere verschiedene, die nur wenige Minuten andauern – in einer bestimmten Schlafphase statt: im REM- Schlaf(Tiefschlafphase).
Die Inhalte von Träumen erinnern meist an eine Phantasiewelt und sind kaum durch den Träumenden steuerbar, außer im so genannten luziden Traum. An die meisten Träume kann man sich nach dem Aufwachen nicht erinnern, obwohl das Traumgeschehen selbst sehr oft mit starken Emotionen verbunden ist.
Durch Traumata oder beim Einsatz von Psychopharmaka kann es überhaupt vorkommen, dass man gar nicht mehr in der Lage ist zu träumen. Die Erkenntnis, dass Träume in der REM- Schlafphase stattfinden, wird von Traumforschern genutzt, um sich die Träume „anzusehen“: Ansehen bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Hirnströme und Hirnaktivitäten gemessen werden. Hirnforscher ermitteln auf diese Weise, welche Regionen des Gehirns beim Träumen aktiv sind. Inzwischen ist die Technik soweit ausgereift, dass sie den Träumenden schon fast sagen können, was Er/Sie geträumt hat.

Was beeinflusst den Inhalt eines Traumes?

Die Inhalte unserer Träume sind von verschiedenen Faktoren abhängig:
  • Der offensichtlichste Einflussfaktor sind die Erlebnisse des Tages. Je weiter sie jedoch vom Zeitpunkt des Schlafens bzw. Träumens entfernt sind, desto mehr nimmt Ihr Einfluss ab. Forscher fanden außerdem heraus, dass Träume in den ersten nächtlichen Traumphasen sehr oft einen aktuelleren Bezug haben, als Träume in den späteren Schlafphasen.
  • Aber nicht nur die Erlebnisse an sich wirken sich auf den Traum aus, sondern auch der Grad der emotionalen Einbindung in ein bestimmtes Ereignis ist von Bedeutung.
  • Viele Menschen sehen in ihren Träumen häufig nur eine Widerspiegelung ihrer alltäglichen Erfahrungen. Eine überspitzte Darstellung von dem, was sie im Moment beschäftigt. Träume von Haarausfall oder Spinnen passen ebenso in diese Deutung, denn auch die Ängste regieren im Schlafzustand. Häufig träumen Menschen solche absonderlichen Dinge, wenn sie im Laufe des Tages ein erschreckendes Erlebnis hatten – zum Beispiel ein unangenehmer Zahnarztbesuch oder die Begegnung mit einer großen Spinne. Auch glückliche Erlebnisse können auf diese Weise verarbeitet werden. Die Hoffnung auf einen Geldsegen beispielsweise kann im Traum durch eben diesen widergespiegelt werden.

Sigmund Freud misst den Träumen weder prophetische Bedeutung zu, noch sind sie bloße Widerspiegelung des Alltags. Laut Freud steckt in jedem Traum eine intime Botschaft über die von den Erfahrungen der Kindheit maßgeblich bedingte Situation des Träumenden. Oftmals werden unschöne Erinnerungen durch einen Verdrängungs-Mechanismus aus unserem Bewusstsein befördert.
Im Traumzustand jedoch kommt das Unterbewusstsein des Träumenden zum Tragen, und diese Erlebnisse werden somit wieder aufgearbeitet. Das hat zur Folge, dass immer wiederkehrende Schreckensbilder im Traum das ganze Leben einnehmen. Auch schöne Kindheitserinnerungen werden vom Unterbewusstsein wieder aufgearbeitet. Andere Psychologen und Fachkundige sehen in den Träumen einen Spiegel der eigenen geheimen Wünsche und Sehnsüchte. Die Hemmschwelle ist im Schlaf deutlich gesenkt, da man nicht mit vollem Bewusstsein träumt und das Unterbewusstsein freien Lauf hat. Somit können Träume von gehemmter Sexualität, vom Fremdgehen und von Zügellosigkeit entstehen. Träume sind somit ein Spiegel unseres Innersten. Wer mutig genug ist, der kann sie ergründen und dadurch geheime Sehnsüchte entschlüsseln. Auf diese Weise kann man sich gemäß diesen Wünschen richten und das eigene Leben verbessern.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Wünsche als ein Spiegel der Wahrheit betrachtet werden können. Diese Wahrheit kann man als prophetisch, alltäglich, als Kindheitserinnerung oder gar als Sehnsucht interpretieren.

Interessante Fakten rund um das Träumen

  • Schnarcher Träumen weniger oder schlechter, dadurch kann sich der Körper psychisch und auch physisch im Schlaf nicht ausreichend erholen.
  • Jede Nacht träumt der Mensch etwa eineinhalb bis drei Stunden. Dies passiert etwa alle 90 Minuten. Die längsten Träume können zwischen 30 und 45 Minuten andauern.
  • Nicht nur Kinder und erwachsene Menschen träumen. Es wurde nachgewiesen, dass bereits Föten im Mutterleib träumen. Selbst im Tierreich treten Träume auf.
  • Viele Erfinder beteuern, dass ihnen ihre Erfindungen im Traum erschienen sind. So zum Beispiel auch die Idee der Nähmaschine, die sich dem Erfinder Elias Howe im Traum offenbarte.

Wenn Kinder träumen

Von Traumforschern wissen wir heute, dass Kinder mehr Angstträume und Albträume haben als Erwachsene. Dies sei vor allem deswegen der Fall, weil die Umgebung auf Kinder größer, stärker und somit bedrohlicher wirke. Kinder träumen von den ungewöhnlichsten Dingen: von Monstern, Gespenstern, Verfolgung und von vielem mehr.
Allerdings muss man bei der Deutung dieser Träume anders vorgehen als bei der Traumdeutung für Erwachsene. Kinder träumen häufig von den verschiedensten Monstern, unter anderem auch von dem berühmten „Monster unter dem Bett“ oder im Wandschrank. Leidet Ihr Kind unter solchen Monster-Träumen, sollten Sie der Ursache auf den Grund gehen. Wahrscheinlich zeigt Ihr Kind damit starke Anzeichen von Stress, welcher durch einen Zwischenfall im näheren Umfeld ausgelöst wurde.
Das Beste, was Sie tun können, um Ihrem Kind bei schlechten Träumen zu helfen, ist es ein Traumritual einzuführen. Sprechen Sie jeden Morgen am Frühstückstisch über die Träume der letzten Nacht. Erzählen Sie dem Kind auch von Ihren eigenen Träumen. Dadurch lernt das Kind, dass es in Ordnung und sogar lustig ist, offen über Träume zu sprechen. Auch das Malen des Erlebten kann im Traum dabei helfen, das Problem zu lösen. Viele Kinder empfinden Erleichterung, wenn sie sich verkleiden und das Ende des Traumes nachspielen, um somit mit einem „Happy End“ abzuschließen. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es immer die Kontrolle über sich selbst hat – nicht die bösen Träume.

Über die Traumdeutung

Durch unsere Träume spricht unsere Seele über unser Unterbewusstsein mit uns und öffnet uns so einen direkten Zugang zu ihr. Wichtig ist zu wissen, mit welchen Themen Sie sich an diesen Tag beschäftigt bzw. auseinander gesetzt haben, als Sie den Traum hatten. Das Unterbewusstsein spricht ohne Wertung und nur über Ihre Erfahrungen bzw. Ihre Bildern und Ihre Emotionen zu Ihnen. Träume zeigen Ihnen Ihre Ängste, wo Sie jetzt im Leben stehen, Ihre Zukunft und noch vieles mehr. Träume aufzuschreiben, ist sehr sinnvoll, weil man sie meistens über den Tag vergisst.

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Wir sind Ihnen gerne behilflich bei der Deutung oder Auswertung Ihrer Träume und bieten Ihnen auch Seminare oder Meditationen an, damit Sie selber lernen können, Ihre Träume zu deuten.

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